Gratitude.

Ich weiß man sagt es viel zu selten – oder hört man es doch überall?

Sei dankbar. Für das was du hast. 

Man überliest diesen Satz schon fast, wenn man ihn irgendwo sieht. Weil er überall steht, um uns zu erinnern. Und trotzdem macht man es nur so selten. Weil der Kopf zu voll ist, weil es zu laut ist. Zu leise. Weil wir von A nach B rennen. Und wenn wir innehalten, dann wollen wir an nichts denken. Filme, Bücher, Serien, um den Kopf abzuschalten. Zu entfliehen. Das brauch man, manchmal.

Und manchmal: lieber mal die Augen auf machen. Statt abschalten, anschalten. Bewusst rekapitulieren. Eine Bestandsaufnahme machen. 

Manchmal habe ich das Gefühl, dass alles rast. Und ich stehe. Morgens aufstehen, zwei Sekunden später ist es schon wieder dunkel und der Tag ist vorbei. Zumindest gefühlt. Keine Zeit zum Augen auf machen und inne halten. Klausuren, Termine, Abgabefristen, To-Do Listen. Und ja, das muss manchmal sein. Hinschmeißen und aufhören geht nicht.

Deshalb: Kopf hoch, weiter machen. Das wird nicht der tausendste Post über das Innehalten und Dankbar sein. Denn das ist eben nicht so einfach und schnell getan. 

Keine Zeit zum Innehalten haben. Das ist okay. Mal mehr das Negative zu sehen, als das Positive. Auch okay. Genervt sein vom eigenen Leben, obwohl man alles hat. Genauso okay. Und wenn wir ehrlich sind, ist es auch mal okay, einfach so genervt zu sein. Kennt ihr, oder?

Dankbar sein ist wichtig – aber genauso wichtig ist, sich zu erlauben es auch mal nicht zu sein. Der Druck ständig mit allem zufrieden zu sein, ist riesig. Aber so läuft es einfach nicht. 

Manchmal ist eben keine Zeit dafür. Manchmal ist alles mehr als schlecht. Manchmal gibt es in unseren Augen nichts zum Dankbar sein. Und genau dann, solltet ihr euch eine Sekunde nehmen, und es trotzdem versuchen. Eine Sekunde. Und vielleicht klappt es dann eine Woche nicht mehr – oder länger. Es gerät in Vergessenheit oder euch ist nicht danach. Das ist okay.

Dankbarkeit ist mehr als ein Zustand. Wohl eher ein Prozess. Manchmal mit mehr Tiefen als Höhen. Aber genau in den schlechten Zeiten ist es am Wertvollsten, sich zu erinnern, wie gut man es hat. Auch wenn man es nicht immer sieht.

Nur eine Sekunde. 

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Deshalb ein kleines Herz für euch heute. Es sind die kleinen Dinge.

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