It’s a wrap: 10×10 Challenge Review

It’s a wrap! Zwei Wochen gingen schneller um, als gedacht und wir haben unseren Kleiderschrank neu kennengelernt. Wer von euch hat uns denn die zehn Tage auf Instagram gefolgt? Unter dem Hashtag #10x10multiperspektiv haben wir euch jeden Tag gezeigt, was wir kombiniert haben. In diesem Post haben wir alle Outfits für euch zusammengefasst. Für uns ging es aber nicht nur um Mode, sondern es wurde mehr und mehr zum Selbstversuch.

10x10Challenge _Review

Im Allgemeinen sind wir jetzt voller Ideen für neue Outfits bzw. Kombinationen und freuen uns, wieder auf alle Kleidungsstücke zurückzugreifen. Aber wir haben vor allem gelernt, dass wir gut – und gerne – auf tausend T-Shirts, Blusen und Co. verzichten können. In den zehn Tagen haben wir zwar das ein oder andere Mal gedacht: „Diesen Pullover würde ich gerne dazu kombinieren.“ Oder: „Diese Strickjacke würde besser dazu passen.“ Jedoch hatten wir nie das Gefühl, uns in unserem Outfits nicht wohl zu fühlen, oder nicht passend gekleidet zu sein. Wir stehen sonst lange vorm Kleiderschrank und überlegen drei-, viermal, was man anziehen möchte. Und dabei greift man doch immer wieder zu den Lieblingsteilen. In den zwei Wochen fiel die Wahl auf ein Outfit viel schneller und trotzdem gab es unterschiedliche Kombinationen.

Abgesehen davon oder viel eher weil, uns die 10×10 Challenge gezeigt hat, dass man wirklich mit viel weniger Kleidung auskommen kann, haben uns die zwei Wochen auch sehr zum Nachdenken und Reflektieren angeregt.

Warum kaufe ich neue Oberteile, obwohl ich gar nichts aussortiert habe? Warum habe ich das Gefühl, dass ich eine weiteres weißes Printshirt brauche? Wieso stehe ich vor einem vollem Kleiderschrank und doch nichts anzuziehen? 

Die Fragen sind natürlich alle nicht revolutionär, aber die Antworten darauf sind so vielschichtig. Gerade die Doku The True Cost auf Netflix hat in uns etwas bewegt, aber gerade während dieser Challenge hat es bei uns richtig Klick gemacht. Klick, denn ich brauche nicht alles, was ich besitze. Klick, denn noch mehr brauche ich schon mal gar nicht. Und klick, was brauche ich überhaupt?

Uns macht es vor allem zu schaffen, wie sehr wir unseren Planeten mit unserem Konsumverhalten ausbeuten und belasten. Dazu zählt nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen, alles von Beginn bis noch über die Wertschöpfungskette hinaus. Genmanipulierte Samen, lange Transportwege, schlechte Arbeitsbedingungen – aber wofür denn? Dafür dass wir uns billige neue Kleidung kaufen, die wir nach einem Jahr wieder wegwerfen? Und damit die Umwelt noch weiter zumüllen? Brauchen wir das wirklich?

Wir haben ja zu Beginn schon erwähnt, dass die Challenge zu einem Selbstversuch geworden ist. Hier auf dem Blog möchten wir diesen Selbstversuch weiterführen. Auch wenn sich der Grundgedanke der 10×10 Challenge auf Mode bezieht, haben wir erkannt, dass es doch eigentlich viel weiter reicht. Green, Slow und Fair Fashion, Minimalismus und Zero Waste sind nicht irgendwelche Öko-Trends, die von Hippies zelebriert werden, sondern ernstzunehmende und realisierbare Bewegungen. Die Challenge hat einfach ein Umdenken bei uns in Gang gebracht und dieses Umdenken wollen wir auf multiperspektiv weiterleben lassen. Wir hoffen, dass wir andere damit erreichen können und auch im Austausch mit euch noch viel mehr lernen können.

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Im Nachhinein bin ich mit meiner Kleiderwahl für diese Challenge tatsächlich sehr zufrieden – am Anfang habe ich überlegt, eine Hose mehr zu nehmen (und dafür den rosanen Blazer rauszuschmeißen – ein Glück habe ich es nicht getan!). Die Challenge hat mir aber gezeigt, dass gute (Basic) Oberteile und schlichte Strickjacken/Blazer unverzichtbar sind. Sie waren die Grundlage meiner Kombis und haben so auch jedes Outfit unterschiedlich aussehen lassen!

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Im Nachhinein hätte ich mich wahrscheinlich für ein gemustertes Oberteil weniger entschieden und dafür ein unifarbenes Basic gewählt. Damit geht das Layern doch einfacher. Und ein Pulli zusätzlich und dafür eine Hose weniger wäre gut gewesen, denn es war leider doch kälter als erwartet. Meinen noch relativ neuen Lederrock habe ich wirklich lieben geliebt und freue mich jetzt, ihn mit anderen Teilen aus dem Kleiderschrank zu kombinieren. 

Lasst uns an euren Gedanken teilhaben, teilt Blog-, Buch-, Film- oder Podcast-empfehlungen mit uns und berichtet uns von euren Erfahrungen. Letzten Sonntag gab es zum Thema Fast Fashion schon einen Beitrag. Schaut doch mal vorbei.

Line und Nadine
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2 Gedanken zu “It’s a wrap: 10×10 Challenge Review

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