Ratio und Bauchgefühl

Ich bin nicht gut im Entscheidungen treffen. Das heißt, eigentlich kann ich ganz gut entscheiden – nur der Weg dorthin ist sehr beschwerlich. Und leider quält mich meine eigene Entscheidung auch danach noch die ein oder andere Nacht in den Schlaf.

ratio und bauchgefühl collage

Erst letztens musst ich eine für mich schwere Entscheidung treffen. Ich habe eine auf den ersten Blick tolle Chance geboten bekommen, doch nach nur ein paar Sekunden waberten die ersten Zweifel in meinem Kopf herum. Ich sagte zunächst ab, denn ich war laut der Beschreibung nicht die Richtige. Dann hieß es: Ich bin bereit Kompromisse zu machen. Und meine Motivation schrie sofort „HIER!“. Doch da waren immer noch so viele Zweifel. Dieses Bauchgefühl. Es sagte mir immer noch, dass ich mich mit dem Angebot nicht wohl fühlte.

ration und bauchgefühl collage 1

Würde ich mich in solchen Momenten sofort auf mein Bauchgefühl verlassen, wären mir schon einige gedankenschwere Stunden erspart geblieben. Ich bin ein rationaler Mensch. Ich muss Situationen für mich selber immer und immer wieder abwägen. Pro und Kontra Listen im Kopf. Szenario-Analysen. Das Studium scheint  bis jetzt also doch etwas gebracht zu haben. Ich liege abends im Bett und male mir die Zukunft in den buntesten Farben aus. Kennt ihr oder? Es ist ein qualvolles Hin und Her, dem ich so einfach ein Ende setzen könnte. Wenn ich nur sofort auf mein Bauchgefühl hören würde.

Denn auch wenn ich alles gegeneinander aufwiege, komme ich am Ende zu meiner Intuition zurück. Ich bin ein rationaler Mensch, der auf sein Bauchgefühl hört.

Doch damit endet es natürlich nicht. Nein. Auch wenn bereits entschieden ist, lässt mir meine Entscheidung keine Ruhe. Die Dinge entwickeln sich und ich denke darüber nach, wie  es hätte sein können, hätte ich mich anders entschieden. Wäre ich jetzt glücklicher? Werde ich die Entscheidung jemals bereuen? Sehr viel Konjunktiv.

ratio und bauchgefühl collage 2

Vielleicht sollte ich mir Lines Vorsatz auch zu Herzen nehmen. Vielleicht sollte auch ich nicht so viel nachdenken und einfach mal mit mir und meinen Entscheidungen zufrieden sein. Mit der Situation abschließen, wenn entschieden ist.

Schließlich ist dann entschieden.

Nadine

P.S.: Die oben genannte Situation hat mir übrigens noch einmal bewiesen, dass ich mich guten Gewissens auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Und auch meine Was-wäre-wenn-Gedanken stellten sich in diesem Falle dank einer kurzangebunden E-Mail plötzlich wieder ein. Vielleicht habe ich also schon ein wenig dazu gelernt. (Das Post Scriptum entstand übrigens wirklich ein paar Tage nach diesem Post.)

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