Eine letzte Erinnerung

Ich tippe diesen Post und denke dabei an das vergangene Jahr, an 2015, an ein Jahr voller aufregender Moment, Herausforderungen und Erinnerungen, die ich nicht missen möchte. Ich denke daran, was 2016 für mich bereit hält, wie das nächste Jahr mich formen wird. Und irgendwie habe ich jährlich das Bedürfnis, diese Wendung zu feiern, sie bewusst wahrzunehmen.

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Deswegen steht spätestens Ende November die herausfordernde Frage im Raum: Was machen wir Silvester? Unendliche What’s App Nachrichten und angefangene Gespräche später steht man immer noch vor dem Nichts. Irgendwann kommt man dann an dem Punkt an, an dem man leichtfertig behauptet, dass es doch nur ein Abend wie jeder andere ist. Dass es doch schon fast albern ist, dass man diesen mit großem Tamtam feiern muss. Theoretisch könne man doch jeden Tag den Beginn etwas Neuen feiern. Theoretisch. Aber praktisch wünsche zumindest ich mir ein Silvester, an das ich mich noch Jahre später erinnern kann. Das für mich mit etwas Besonderem verbunden ist. Etwas Besonderes, damit das alte Jahr nicht einfach ausfranst.

2015, das Themse-Ufer in London – wir bestaunen ein wunderschönes Feuerwerk, Menschen aus den verschiedensten Ländern der Welt stehen um uns herum und ein Tränchen kullert mir über die Wange. 2014 ist vorbei, ein Jahr schon wieder vorbeigeflogen. Man sagt, dass Zeiten, die man genießt, am schnellsten vorübergehen. Er nimmt mich in den Arm und ich bin vollkommen glücklich.

Eine große Silvesterparty mit der halben ehemaligen Stufe, zu Hause in meiner Heimatstadt. Wir haben in diesem Jahr alle unser Abitur gemacht, haben angefangen zu studieren, schwärmen aus und bemerken, dass einige Freunde nur unsere Freunde waren, weil wir sie jeden Tag in der Schule gesehen haben. Wir sind keine Stufe mehr, keine Gemeinschaft. Das Gefühl wollen wir aber noch einmal aufleben lassen, die gemeinsame Zeit noch einmal feiern, und dann in 2014 endgültig unsere eigenen Wege gehen. Und das ist gut so. Wir begrüßen diesen Neuanfang mit ein paar Böllern, stoßen mit Sekt an.

Eigentlich ist es ein Mädelsabend wie jeder andere. Wir sitzen zusammen, lachen, naschen, gucken einen Film – aber dennoch ist es anders. Wir haben uns schick gemacht, reden über 2011, über unseren Urlaub an der Ostsee, die Fettnäpfchen, die Zickereien. Und um 0 Uhr fallen wir uns in die Arme. Der Sektkorken knallt und wir stoßen an: Auf ein noch besseres Jahr! Draußen lassen wir eine Rakete fliegen, symbolisch für uns und unsere Freundschaft. 

Und dieses Silvester wird eine neue Erinnerung hinzu kommen. Das Ende eines weiteren Jahres wird sich als etwas Neues in meinem Kopf verankern. Ich werde nächstes Jahr daran denken, wie ich in kleiner Runde mit meinen Freunden beisammen saß, wie wir Raclette aßen, ein paar Cocktails mixten, lachten. Dass wir uns wieder über unsere bevorstehenden Klausuren und Bachelorarbeiten unterhielten. Dass ich die Frage, wo ich meinen Master machen werde, wieder nicht konkret beantworten konnte und feststellen musste, dass ich eigentlich keinen Plan hatte, was mich 2016 erwartet. Ich werde daran denken, wie wir anstießen auf eine ungewisse Zukunft in der Hoffnung, glücklich zu sein. Und wie wir dabei gemeinsam das Feuerwerk bestaunten. Denn schlussendlich konnten wir auch dieses Jahr die Frage klären, was wir Silvester machen.

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Rutscht gut ins neue Jahr, habt ein tolles Silvester und ein noch besseres 2016!  Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Silvester Look Collage Black and White Pink

Nadine

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3 Gedanken zu “Eine letzte Erinnerung

  1. Pingback: 22 Momente | multiperspektiv

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