Zweierlei vom Kürbis

Jedes Jahr wenn es auf den Herbst zu geht, kommt immer wieder von Neuem ein Thema auf: Kürbis. Oder wenn man es fancy ausdrücken möchte: Pumpkin. Ja, ich bekenne mich schuldig, ich bin auch ein Fan. Ziemlich sogar. Also gibt es heute für euch Kürbis Zweierlei!

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Wenn ich irgendwo einen Kürbis sehe, muss ich sofort an Amerika denken. An typische amerikanische Filme, in denen Kürbisse immer ganz dekorativ vor dem Haus stehen, an Halloween, an Verkleidungen, an Thanksgiving, an einen goldenen Herbst. Geht es euch auch so? Es gibt wohl kaum etwas, das mehr für den Herbst steht, als der Kürbis. Und wie wir alle wissen, kann man ihn entweder aushöhlen, oder essen. Das erste habe ich schon oft getan, den Kürbis auf dem Teller habe ich aber erst letztes Jahr für mich entdeckt (damals war es eine Kürbis-Kokos-Suppe, auch sehr empfehlenswert!). Heute habe ich allerdings ein anderes Rezept für euch und für den Kürbis als Deko ist natürlich auch was dabei! Also viel Spaß!

Kürbis vor dem Haus

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Für den ersten Schritt benötigt ihr nur den Kürbis, ein Messer, einen Löffel und eine Schüssel, in die ihr später das Innere des Kürbisses tun könnt. Der Kürbis wird oben, rund um den Stiel aufgeschnitten. Ob ihr es kreisförmig, oder, wie ich mit Zacken, macht, ist euch überlassen. Im nächsten Schritt wird der Kürbis ausgehöhlt. Nicht vergessen, auch vom Kürbisdeckel das Kürbisfleisch zu entfernen!

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Da der Kürbis jetzt ausgehöhlt ist, geht es ans Verzieren. Ich habe mich diesmal nicht für die klassische Variante Kürbisgesicht entschieden, sondern mal etwas anderes ausprobiert. Ihr braucht dafür eine Bohrmaschiene oder alternativ Schraubendreher. (Ja, ich nenne es eigentlich auch Schraubenzieher. Wurde aber von der anderen Perspektive darauf hingewiesen, dass das nicht richtig ist, haha. Man zieht die Schrauben ja nicht, man dreht sie mit  dem Schraubendreher heraus. Jetzt soll mal einer sagen, man könne beim Stöbern auf Blogs nichts lernen!)

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Jetzt könnt ihr selber ganz kreativ sein und Löcher in den Kürbis bohren, oder mit dem Schraubendreher Löcher in den Kürbis drücken. Wieviele oder wo sie platziert sind ist ganz euch selbst überlassen. Ich habe mich für blumenartiges Muster entschieden, aber ich kann mir auch vorstellen, dass ungeordnete Löcher im Dunkeln bestimmt toll leuchten!

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Kürbis auf dem Teller

Weiter geht es mit dem Kürbis auf dem Teller: Kürbisspalten (Hokkaido) mit Süßkartoffel aus dem Ofen, Zitronen-Melisse Dip und Feldsalat. Im ersten Schritt wird die Marinade für die Kürbisspalten zubereitet. Das könnt ihr auch schon einen Tag früher machen und den Kürbis über Nacht in der Marinade ziehen lassen.

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Der Knoblauch wird grob zerteilt und mit den frischen Kräutern zerstoßen. Hierfür eignet sich ein Mörser, ansonsten auch ein Mixer, oder einfach den Knoblauch mit einer Gabel zerdrücken und die Kräuter hinzufügen. Wichtig ist, dass auch die Kräuter zerstoßen oder zerkleinert werden, damit der Geschmack richtig wirken kann. Wenn man schon hier ein bisschen Olivenöl hinzufügt, ist es einfacher eine Masse zu erzeugen.

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Jetzt werden Olivenöl, Paprikapulver, Majoran, Kümmel (ich weiß, nicht jeder mag’s, aber ich liebe es) und die Kräuter-Knoblauch Masse zusammen vermengt. Als nächstes wird der Hokkaido verarbeitet: Zu aller erst muss er gut gewaschen werden, da er mit Schale gegessen werden kann. Danach wird er halbiert, die Kürbiskerne und der Stiel werden entfernt. Jetzt kann der Hokkaido in Spalten geschnitten werden, die circa 2 bis 3 cm breit sind. Am besten eignet sich jetzt eine Auflaufform, da ihr die Kürbisspalten einfach rein stellen und mit der Marinade übergießen könnt. Ich habe noch jede einzelne Spalte in der Marinade gewendet.

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Während die Kürbisspalten in der Marinade ziehen, kann man sich um die Süßkartoffeln kümmern. Auch diese müssen ordentlich gesäubert werden, da man sie mit Schale in den Backofen schieben wird. Nach dem Waschen werden die noch feuchten Süßkartoffeln in Alufolie gewickelt und ebenfalls in eine Auflaufform geben.

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Jetzt werden zuerst die Süßkartoffeln für ca. 50 Minuten in den vorgeheizten Backofen geschoben. 25 Minuten bevor die Kartoffeln fertig sind, kommt auch der Kürbis in den Ofen (nicht früher, die Kartoffeln halten es aus, länger als nötig im Backofen zu sein, sie werden einfach weich; der Kürbis verbrennt an den Ecken, wenn er zu lange im Backofen ist). Während Süßkartoffeln und Kürbis im Ofen garen, kann man sich dem Salat widmen. Dafür braucht ihr Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer, Zucker, eine kleine Zwiebel und den Feldsalat. Dieser wird als erstes ebenfalls gewaschen. Die Zwiebel wird klein geschnitten und mit Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer und etwas Zucker zu einem Dressing vermengt. Kurz vor dem Essen wird das Dressig über den Salat gegeben, kräftig umgerührt – fertig!

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Im letzten Schritt kommen wir zum Dip. Dafür braucht ihr eine Zitrone, frische Minze und Quark. Außerdem ein wenig Olivenöl, Salz und Pfeffer. Zwei Esslöffel Zitronensaft werden mit Melisse (Menge nach Geschmack!) vermengt. Auch hier eignet sich wieder ein Mörser, wenn ihr keinen besitzt, schneidet die Melisse einfach in kleine Stückchen. Rührt Zitronensaft und Melisse unter den Quark, nach belieben kann auch etwas Öl dazugemischt werden, das muss aber nicht unbedingt sein. Am Schluss noch etwas mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Mittlerweile dürften auch Süßkartoffel und Kürbisspalten fertig sein (Test: einmal mit einer Gabel reinstechen, es muss butterweich sein). Wenn ihr die Süßkartoffel der Länge nach einritzt, könnt ihr sie aufklappen und auslöffeln. Einfach alles zusammen anrichten – ran an das Besteck und Guten Appetit!

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Ich mag das Rezept sehr, es schmeckt toll! Da Kürbis und Süßkartoffeln sehr lange im Ofen sein müssen, hat man genug Zeit, Salat und Dip zuzubereiten. Also gibt es nicht so viel Stress beim Kochen, so macht das Ganze gleich viel mehr Spaß.

Viel Spaß beim Ausprobieren und bis Bald,

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